Verbände bekräftigen: Altersvorsorge für Selbständige muss neu geregelt werden

Mittwoch, 19. September 2012

Vorsorgepflicht für Selbständige muss flexibel ausgestaltet werden

Berlin, 19. September 2012. In einem Schreiben an die Vertreter der FDP in den Bundestagsausschüssen für Wirtschaft sowie Arbeit und Soziales haben der Bundesverband Direktvertrieb Deutschland e.V. (BDD), die Centralvereinigung Deutscher Wirtschaftsverbände für Handelsvermittlung und Vertrieb (CDH) und Deutscher Franchise-Verband (DFV) ihre Forderung nach einer Reform der Altersvorsorge für Selbständige bekräftigt. Unter bestimmten Voraussetzungen sei eine Vorsorgepflicht für Selbständige sinnvoll, allerdings müsse diese flexibel ausgestaltet werden. BDD, CDH und DFV unterstützen den Vorschlag von Dr. Heinrich Kolb MdB, Selbständigen die Wahlfreiheit über Art und Ausgestaltung der Vorsorge zu überlassen. Zum anderen müsse Selbständigen auch eine gewisse Flexibilität bei der Beitragszahlung zugestanden werden. Existenzgründer und Geringverdiener sollten ganz von der Vorsorgepflicht ausgenommen werden. 

Was die Anerkennung von Immobilienvermögen als Form einer werthaltigen Altersvorsorge angeht, so erachten die Verbände diese Art der Altersvorsorge nur für die Personengruppe der 30 bis 50jährigen für erforderlich. Für Unterdreißigjährige müssen Immobilien für die Vorsorgeverpflichtung, die ja ohnehin nur zu einer Grundsicherung führen soll, nach Einschätzung von BDD, CDH und DFV nicht zwingend berücksichtigt werden, da die betroffene Personengruppe in der Regel eine Altersvorsorge nicht auf diese Art und Weise bereits gebildet hat. 

Anfang August hatten BDD, CDH und DFV in einer Stellungnahme an Abgeordnete des Deutschen Bundestages ihre Position zur geplanten Einführung einer Altersvorsorgepflicht für Selbständige dargelegt.


Über den Bundesverband Direktvertrieb Deutschland e.V.    

Seit über vierzig Jahren setzt sich der Bundesverband Direktvertrieb Deutschland e.V. (BDD) für die Interessen der Direktvertriebsunternehmen des privaten Konsumgüter- und Dienstleistungsbereichs ein. 1967 als Arbeitskreis „Gut beraten – zu Hause gekauft“ gegründet, haben sich die BDD-Mitglieder zur Einhaltung von Verhaltensstandards verpflichtet, die für ein faires Miteinander im Direktvertrieb sorgen. Im BDD sind 32 Unternehmen organisiert, die ganz unterschiedliche Produkte bzw. Dienstleistungen verkaufen. Dazu gehören z.B. Haushaltswaren, Reinigungsmittel, Bauelemente, Getränke, Nahrungsergänzungsmittel, Kosmetik- und Schönheitsartikel, Schmuck, Kerzen und Accessoires,  Heimtiernahrung sowie Telekommunikations- und Energiedienstleistungen.    


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