BDD plädiert für Freiwilligkeit bei alternativer Streitbeilegung

Dienstag, 14. Februar 2012

Nach dem Willen der EU-Kommission sollen bei Streitigkeiten zwischen Unternehmen und Verbrauchern künftig verstärkt außergerichtliche Lösungen gefunden werden. Unterstützung für das Vorhaben kommt vom Bundesverband Direktvertrieb Deutschland e.V. (BDD).

Berlin, 14. Februar 2012. „Der Gang vor Gericht sollte nach unserer Ansicht immer das letzte Mittel sein, um Vertragsstreitigkeiten zwischen Verbrauchern und Unternehmen zu klären“, sagt BDD-Geschäftsführer Jochen Clausnitzer. Gerichtsverfahren seien teuer, langwierig und gerade für Verbraucher oftmals mit einer hohen Hürde verbunden. „Wir sind davon überzeugt, dass die Vorschläge der EU-Kommission zur alternativen Streitbeilegung für Verbraucher eine echte Alternative darstellen“, so Clausnitzer, „solange Transparenz, Fairness, Effektivität und Unparteilichkeit die Leitlinien sind, an denen sich die Regelungen orientieren.“ 

In einer Stellungnahme an das Bundesministerium der Justiz sowie die Europäische Kommission macht der BDD aber auch deutlich, dass niemand zur Teilnahme an alternativen Streitbeilegungsverfahren gezwungen werden dürfe. „Außerdem darf das Ergebnis eines solchen Verfahrens für die Beteiligten nicht prinzipiell bindend sein“, ergänzt der BDD-Geschäftsführer. 

Clausnitzer betont, dass auch privatwirtschaftlich initiierte und finanzierte Streitbeilegungsverfahren von der zukünftigen Richtlinie erfasst werden müssten. Diese böten bereits heute maßgeschneiderte und zielgerichtete Lösungen, die erheblich zum Verbraucherschutz beitragen.

Die ausführliche Stellungnahme finden Sie hier zum Download (PDF)


Über den Bundesverband Direktvertrieb Deutschland e.V.    

Seit über vierzig Jahren setzt sich der Bundesverband Direktvertrieb Deutschland e.V. (BDD) für die Interessen der Direktvertriebsunternehmen des privaten Konsumgüter- und Dienstleistungsbereichs ein. 1967 als Arbeitskreis „Gut beraten – zu Hause gekauft“ gegründet, haben sich die BDD-Mitglieder zur Einhaltung von Verhaltensstandards verpflichtet, die für ein faires Miteinander im Direktvertrieb sorgen. Im BDD sind 32 Unternehmen organisiert, die ganz unterschiedliche Produkte bzw. Dienstleistungen verkaufen. Dazu gehören z.B. Haushaltswaren, Reinigungsmittel, Bauelemente, Getränke, Nahrungsergänzungsmittel, Kosmetik- und Schönheitsartikel, Schmuck, Kerzen und Accessoires,  Heimtiernahrung sowie Telekommunikations- und Energiedienstleistungen.    


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