Frauen im Direktvertrieb – 84 Prozent der Führungskräfte sind weiblich

Donnerstag, 07. März 2019

Am 08. März feiert die Welt den internationalen Frauentag. Weltweit gehen morgen Frauen auf die Straße um für Gleichberechtigung zu demonstrieren. Auch in Deutschland beklagen Frauen noch immer die Benachteiligung gegenüber Männern bei der Besetzung von Führungspositionen in ihren Unternehmen.

Von den über 8.000 Führungskräften in den Mitgliedsunternehmen des Bundesverbandes Direktvertrieb Deutschland e.V. (BDD) waren 2017 knapp 84 Prozent weiblich. Der Frauenanteil unter den Verkaufsberater*innen lag insgesamt bei 72 Prozent. Im Direktvertrieb, in dem Vertriebspartner*innen streng nach Erfolg bezahlt werden, machen Frauen somit überproportional häufig Karriere. 

„Chancengleichheit ist in unserer Branche von entscheidender Bedeutung“, erläutert Elke Kopp, Vorstandsmitglied beim BDD und General Managerin von Mary Kay Cosmetics, den hohen Anteil der erfolgreichen Frauen im Direktvertrieb. Darüber hinaus biete der Direktvertrieb flexible Arbeitszeiten. Dies sei für viele Frauen der wichtigste Grund in den Direktvertrieb einzusteigen. „Unsere Mitgliedsunternehmen sind immer auf der Suche nach Frauen, die sich ihre Arbeitszeit frei einteilen möchten und wissen, wie man sich selbst organisiert. Junge Mütter sind eine unterschätzte Ressource, ein Schatz, den es zu bergen gilt. Im Direktvertrieb werden ihnen Chancen geboten.“

Da die Direktvertriebsbranche im Bereich Frauenerwerbstätigkeit eine Vorreiterrolle einnimmt, hat der BDD 2018 eine Studie mit Statista zu jungen Müttern durchgeführt. Ziel war es, herauszufinden, was Frauen, insbesondere junge Mütter mit mindestens einem Kind im Alter von unter drei Jahren, von ihrem Job erwarten. In der „Jobstudie – wie junge Mütter arbeiten wollen“ ließen sich interessante Erkenntnisse gewinnen:

59 Prozent der befragten Mütter mit kleinen Kindern wollen mehr oder auch Vollzeit arbeiten, finden jedoch keine geeignete Kinderbetreuung, die ihnen das ermöglicht. Wenn sie eine Ganztagsbetreuung für ihr Kind hätten, würden sie sich vom Arbeitgeber einen Zuschuss wünschen und zudem die Möglichkeit, flexibel im Homeoffice arbeiten zu können.

Berufstätige Mütter stellen ihre eigenen Bedürfnisse, wenn es um die Organisation des Familienalltags geht, hinten an: So sind ihnen ein gutes Gehalt, flexible Arbeitszeiten und die Nähe zum Wohnort wichtiger als spannende Aufgabengebiete im Job oder Aufstiegs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten.


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