Worauf Sie im Direktvertrieb achten müssen

Kontaktaufnahme

  • Seriöse Direktverkäuferinnen und Direktverkäufer stellen sich grundsätzlich mit ihrem vollständigen Namen vor und können sich auf Wunsch in geeigneter Form ausweisen
  • Sie informieren den Verbraucher unverzüglich und unmissverständlich über den werblichen Charakter ihres Besuchs.
  • Seriöse Direktverkäuferinnen und Direktverkäufer sind nicht aufdringlich und bedrängen den Verbraucher nicht. Ihre Besuche und telefonischen Kontakte finden zu angemessenen Uhrzeiten statt.
  • Werbeunterlagen wie Prospekte, Kataloge u.Ä. enthalten Namen und Anschrift des Unternehmens und, soweit die Direktverkäuferin oder der Direktverkäufer Vertragspartner werden soll, auch Namen und Anschrift der Direktverkäuferin oder des Direktverkäufers. Mitgliedsunternehmen des Bundesverbandes Direktvertrieb haben auf ihren Firmenunterlagen das Qualitätszeichen des Verbandes.

Verkaufsgespräch

  • Seriöse Direktverkäuferinnen und Direktverkäufer beraten den Verbraucher umfassend. Die Informationen über das Produkt und/oder die Dienstleistung, die sie anbieten, sind vollständig und leicht verständlich.
  • Erklärung und Beratung finden in aller Ruhe und ohne Zeitdruck statt.
  • Die Direktverkäuferin oder der Direktverkäufer räumt Zeit für Fragen ein und beantwortet sie sachkompetent und verständlich.
  • Die Direktverkäuferin oder der Direktverkäufer unterlässt alles, was den Verbraucher dazu veranlassen könnte, ein unterbreitetes Angebot lediglich deshalb anzunehmen, um 
    • der Direktverkäuferin oder dem Direktverkäufer (z.B. aus Mitleid) einen persönlichen Gefallen zu tun, 
    • ein unerwünschtes Gespräch zu beenden oder  
    • in den Genuss eines Vorteils (z.B. eines Geschenks) zu kommen, der nicht Gegenstand des Angebotes ist oder um sich für die Zuwendung eines solchen Vorteils erkenntlich zu zeigen.
  • Der Verbraucher erhält die Möglichkeit, ein unterbreitetes Angebot in Ruhe zu überdenken und einen Preis-/Leistungsvergleich vorzunehmen.
  • Die Direktverkäuferin oder der Direktverkäufer ist gerne bereit, wieder zu kommen. Auf Wunsch des Verbrauchers bricht die Direktverkäuferin oder der Direktverkäufer ein begonnenes Verkaufsgespräch auch jederzeit ab.
  • Die Direktverkäuferin oder der Direktverkäufer hält alle mündlichen Zusagen und Nebenvereinbarungen schriftlich fest. Damit gewinnt der Verbraucher größere Sicherheit (Beweisbarkeit!).

Bestellung

  • Das Bestellformular ist gut lesbar sowie klar und übersichtlich formuliert.
  • Es wird gesetzeskonform auf das gesetzliche Widerrufsrecht* hingewiesen.
  • Die Direktverkäuferin oder der Direktverkäufer geht das ausgefüllte Bestellformular vor der Unterzeichnung noch einmal mit dem Verbraucher durch. Das Bestellformular enthält auf jeden Fall den Namen und die vollständige Anschrift beider Vertragspartner (soweit die Direktverkäuferin oder der Direktverkäufer Vertragspartner ist, zusätzlich Namen und Anschrift des Unternehmens), das aktuelle Datum (keine Rückdatierung) und die korrekte Unterschrift.
  • Die Direktverkäuferin oder der Direktverkäufer händigt dem Verbraucher nach Unterzeichnung eine Durchschrift des Bestellformulars aus. 

 


* Die Mitgliedsunternehmen des Bundesverbandes Direktvertrieb gewähren nach den für sie verbindlichen „Verhaltensstandards des Direktvertriebs“  ein Widerrufsrecht über das gesetzlich geregelte Maß hinaus, wenn

  • das  Entgelt 40 Euro nicht übersteigt, oder
  • ein Vertrag auf einer Verbrauchermesse bzw.-ausstellung geschlossen wird, soweit nicht bereits ein gesetzliches Widerrufsrecht besteht.

Mitglieder garantieren außerdem eine auf ein Jahr verlängerte Beweislastumkehr bei mangelhafter Ware. Das heißt, dass Kundinnen und Kunden von BDD-Mitgliedsunternehmen bei beschädigten Waren doppelt so lange wie gesetzlich garantiert, nämlich ein Jahr lang, ihre Rechte geltend machen können, ohne beweisen zu müssen, dass die Ware bereits beim Abschluss des Kaufvertrages einen Mangel hatte.

 

Stand: Juni 2014