Kranken- und Pflegeversicherung: IfG fordert Senkung der Mindestbeiträge für Selbständige

Freitag, 30. Juni 2017

Das Institut für Gesundheitsökonomik (IfG) hat Ende Juni eine Studie zu den Belastungen von Teilzeit-Selbständigen durch Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge vorgestellt. Der Direktor des IfG, Prof. Dr. Neubauer fordert darin eine einkommensbezogene Festsetzung der Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge und eine Senkung der Mindestbeiträge bei Selbständigen auf 450 Euro.

Laut der Studie müssen derzeit insbesondere Gründer und Teilzeit-Selbständige häufig mehr als 40 Prozent ihrer Einnahmen für die Kranken- und Pflegeversicherung aufbringen. 

Die Studie wurde vom Bundesverband Direktvertrieb Deutschland (BDD), dem Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland (VGSD) und dem Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer BDÜ) in Auftrag gegeben und berücksichtigt die Ergebnisse einer Umfrage, an der über 8.000 Selbständige teilgenommen haben. Über 80 Prozent der Selbständigen gaben bei der Umfrage an, dass Sie mehr arbeiten würden, wenn die Kranken- und Pflegeversiche-rungsbeiträge einkommensbezogen erhoben würden. 70 Prozent der über 600.000 Selbständigen, die von der Mindestbemessungsgrenze betroffen sind, sind weiblich.

„Eine Senkung der Einstiegshürde würde vielen Selbständigen den Weg in eine Vollzeittätigkeit ebnen. Dies bedeutet für viele einen Ausweg aus der Teilzeitfalle und auch die Sozial- und Steuerkassen würden profitieren“, kommentiert Jochen Clausnitzer, Geschäftsführer des BDD die Forderung des IfG. 

Die Langfassung der Studie steht Ihnen hier zum Download bereit.

Die Präsentationsfolien der Expertise-Vorstellung im Juni 2017 können Sie hier zum Download einsehen.

Hier geht es zum Download des BDD/CDH/DFV/ZGV-Positionspapiers