Abgrenzung zu anderen Vertriebsformen

Unter "Direktvertrieb" wird der persönliche Verkauf von Konsumgütern und Dienstleistungen außerhalb von Geschäftsräumen (z.B. in der Wohnung, am Arbeitsplatz, auf einer Messeoder in einer Fußgängerzone verstanden. Kennzeichnend für diese Definition in der Abgrenzung zu anderen Vertriebsformen sind der Ort des Kaufs und die persönliche Kommunikation zwischen Anbieter und Kunden. Gerade dieses persönliche Element dient im Direktvertrieb – im Gegensatz zu anderen Vertriebskanälen wie z.B. stationärer Handel, Versandhandel, E-Commerce – in besonderem Maße der Schaffung von Käuferpräferenzen. Beim Direktvertrieb klassischer Ausprägung verkauft der Außendienstberater Waren direkt für den Hersteller und erhält auch von diesem die Provision. 

Multi-Level-Marketing

Beim Multi-Level-Marketing (bisweilen auch Network-Marketing, Beziehungsmarketing, Strukturvertrieb, progressive Kundenwerbung o. ä. genannt) wird das Warengeschäft mit der Gewinnung von weiteren Vertriebsmitarbeitern durch einen bereits tätigen Verkäufer verbunden, wodurch hierarchische Vertriebssysteme entstehen. Der Verkäufer erhält eine Provision aus seinen eigenen Verkäufen und profitiert zugleich von den Umsätzen der von ihm rekrutierten Außendienstmitarbeiter. Diese erlaubten Vertriebsmethoden sind von den illegalen Pyramiden- bzw. Schneeballsystemen abzugrenzen. Hiermit sind Mechanismen gemeint, bei denen sich die Veranstalter durch die finanziellen Investitionen immer neuer Mitglieder bereichern. Solche Systeme sind ausschließlich darauf gerichtet, sich selbst zu multiplizieren und daraus Gewinn zu erzielen; sie sind nicht darauf angelegt, ein Verkaufssystem zu entwickeln und durch den Absatz an Kunden außerhalb des Systems Gewinn zu machen.

 

 

Steve Jacquin, Geschäftsführer AVON

„AVON setzt auf den Direktvertrieb, weil wir als Kosmetikunternehmen über unsere Beraterinnen den direkten Kontakt zu unseren Kundinnen haben und sozusagen direkt das Ohr an ihren Wünschen und Bedürfnissen." mehr