10 Fakten zum Direktvertrieb*

1. Etwa alle zwei Sekunden wird ein Produkt im Direktvertrieb gekauft. 

2015 sind knapp 14 Millionen Produktbestellungen bei den Mitgliedsunternehmen des BDD eingegangen. Das bedeutet, dass ungefähr alle zwei Sekunden ein Produkt im Direktvertrieb gekauft wird.

2. Nur jedes 123. Produkt wird im Direktvertrieb widerrufen.

Kunden, die im Direktvertrieb kaufen, haben grundsätzlich ein gesetzliches Widerrufsrecht. Im Jahr 2015 wurden bei den BDD-Mitgliedsunternehmen nur 0,8 Prozent der Bestellungen widerrufen, das ist jede 123. Bestellung. Zum Vergleich: Die Widerrufsquote im Online-Handel lag im Jahr 2012 nach einer Umfrage von Trusted Shops bei 10 Prozent. Die Widerrufe des Online-Handels betragen das 10-fache als in der Direktvertriebsbranche. Hieran zeigen sich die großen Vorteile eines Kaufs im Direktvertrieb: Der Kunde kennt das Produkt, hat es bereits getestet und wurde über dessen Funktionsweise umfassend beraten. 

3. Die Verkaufsparty ist die beliebteste Direktvertriebsform

Von den knapp 14 Millionen Bestellungen, die BDD Mitgliedsunternehmen im vergangenen Jahr verzeichneten, wurden 65 Prozent auf Verkaufspartys getätigt; das sind 9,1 Millionen Bestellungen in geselliger Runde. Diese Ergebnisse bestätigen den Boom des Social Selling. Übrigens nehmen im Schnitt 5 Gäste an einer Verkaufsparty teil.

4. Eine Tätigkeit im Direktvertrieb bietet große Flexibilität.

Da die meisten Direktvertriebsunternehmen mit selbständigen Vertriebspartnerinnen und Vertriebspartnern zusammenarbeiten, können diese selbst entscheiden, wann und wieviel sie arbeiten wollen. Dies wird von vielen Frauen und Männern, die im Außendienst tätig sind, neben der Affinität zum Produkt als einer der wesentlichen Gründe für ihren Einstieg in den Direktvertrieb genannt. Direktvertriebsunternehmen machen durch vielfältige Unterstützungsmaßnahmen und kostenlose Trainings den Einstieg in die Selbständigkeit besonders leicht.

5. Eine Tätigkeit im Direktvertrieb ist gut mit der Familie vereinbar.

Während ein Festangestelltenverhältnis oftmals schwer mit außerberuflichen Aufgaben wie der Erziehung von Kindern oder der Pflege von Angehörigen, vereinbar ist, entscheiden im Direktvertrieb die Beraterinnen und Berater jeden Tag neu, ob er oder sie den Schwerpunkt der Tätigkeit auf Berufliches oder Privates legt. Wenn z.B. die Kinder einmal krank sind, kann ein Vertriebspartner im Direktvertrieb sehr flexibel darauf reagieren.

6. Über 206.000 Vertriebspartnerinnen und Vertriebspartner sind im Direktvertrieb tätig.

Über 206.000 Vertriebspartner sind für die BDD-Mitgliedsunternehmen aktiv. Dies sind mehr Menschen, als in der Stadt Mainz leben. 

7. 83 Prozent der Vertriebspartnerinnen und Vertriebspartner sind nebenberuflich tätig.

Die meisten Vertriebspartnerinnen und Vertriebspartner arbeiten im Nebenerwerb. Dies kann ein klassischer Zuverdienst zu einer anderen Tätigkeit sein, oder der alleinige Verdienst, wenn man aus privaten Gründen keine hauptberufliche Arbeit ausüben kann.  

8. 79 Prozent der Vertriebspartner im Direktvertrieb sind Frauen.

Damit ist der Frauenanteil bei den im BDD organisierten Direktvertriebsunternehmen deutlich höher als in anderen Branchen (Durchschnitt 41 Prozent). Nicht zuletzt bietet der Direktvertrieb durch seine flexiblen Arbeitszeiten Karrierechancen für Frauen. 2015 waren vier von fünf Führungskräften im Außendienst weiblich. Laut einer Umfrage des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) ist für weibliches Führungspersonal ein flexibles Arbeitszeitmodell gar das wichtigste Kriterium bei der Wahl eines Arbeitgebers

9. Direktvertriebsunternehmen investieren besonders stark in Beratung und Service.

Während klassische Einzelhandelsunternehmen oftmals Millionenbeträge für Anzeigen, Fernseh- oder Radiowerbung ausgeben, verzichten die meisten Direktvertriebsunternehmen fast vollständig auf solche Marketingmaßnahmen. Sie verlassen sich vielmehr darauf, dass die hohe Qualität der Produkte und damit die Kundenzufriedenheit für sich sprechen. Das so eingesparte Werbebudget investieren Direktvertriebsunternehmen in die Qualität der Kundenberatung. Produkte können so von Verbrauchern mehrere Stunden getestet und von den Außendienstmitarbeitern umfassend erklärt werden. 

10. Knapp über drei Prozent der Bestellungen folgen aufgrund eines unangekündigten Vertreterbesuchs.

Nur rund 3,5 Prozent der Bestellungen bei den BDD-Mitgliedsunternehmen gehen auf sogenannte unbestellte Vertreterbesuche zurück. Einer der Gründe für die niedrige Zahl ist, dass sich die Verkaufsparty im Direktvertrieb bei Unternehmen wie Kunden zunehmender Beliebtheit erfreut. Der unangekündigte Vertreterbesuch ist jedoch für viele Direktvertriebsunternehmen wichtig, um den ersten Kundenkontakt herzustellen. Der unbestellte Vertreterbesuch wird gerade in Regionen mit weiten Distanzen zu den nächsten Einzelhandelsgeschäften besonders geschätzt. Wer einen unbestellten Besuch eines Vertriebspartners jedoch nicht wünscht, kann dies einfach neben dem Klingelschild kennzeichnen. 

* BDD, Juli 2016. Die Angaben betreffen das Jahr 2015 und basieren auf einer Umfrage unter den BDD-Mitgliedsunternehmen, die Anfang 2016 durchgeführt wurde.