10 Fakten zum Direktvertrieb*

1. Etwa alle drei Sekunden wird ein Produkt im Direktvertrieb gekauft.

2016 sind knapp 11,2 Millionen Produktbestellungen bei den Mitgliedsunternehmen des BDD eingegangen. Das bedeutet, dass ungefähr alle drei Sekunden ein Produkt im Direktvertrieb gekauft wird.

2. Nur jedes 100. Produkt wird im Direktvertrieb widerrufen.

Kunden, die im Direktvertrieb kaufen, haben grundsätzlich ein gesetzliches Widerrufsrecht. Im Jahr 2016 wurden bei den BDD-Mitgliedsunternehmen nur knapp ein Prozent der Bestellungen widerrufen, das ist lediglich jede 100. Bestellung. Zum Vergleich: Die Widerrufsquote im Online-Handel lag im Jahr 2012 nach einer Umfrage von Trusted Shops bei zehn Prozent. Die Widerrufe des Online-Handels betragen das Zehnfache der Direktvertriebsbranche. Hieran zeigen sich die großen Vorteile eines Kaufs im Direktvertrieb: Der Kunde kennt das Produkt, hat es bereits getestet und wurde über dessen Funktionsweise umfassend beraten.  

3. Die Verkaufsparty ist die beliebteste Direktvertriebsform

Von den knapp 11,2 Millionen Bestellungen, die die BDD-Mitgliedsunternehmen im vergangenen Jahr verzeichneten, wurden 72 Prozent auf Verkaufspartys getätigt; dies sind sieben Millionen Bestellungen in geselliger Runde. Diese Ergebnisse bestätigen den Boom des Social Selling.

4. Der Direktvertrieb tut Gutes.

Im Jahr 2016 haben die Mitglieder des BDD knapp drei Millionen Euro für wohltätige Zwecke gespendet. Ein großer Anteil davon ist in die Stiftung „RTL – Wir helfen Kindern“ geflossen. Die Branche ist sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst, unterstützt Organisationen, die sich für Schwächere und Kranke und Menschen in Not einsetzen.

5. Eine Tätigkeit im Direktvertrieb bietet große Flexibilität

Die meisten Direktvertriebsunternehmen arbeiten mit selbständigen Vertriebspartnerinnen und Vertriebspartnern zusammen und diese können selbst entscheiden, wann und wieviel sie arbeiten wollen. Dies wird von vielen Frauen und Männern, die im Außendienst tätig sind, neben der Affinität zum Produkt als einer der wesentlichen Gründe für ihren Einstieg in den Direktvertrieb genannt. Direktvertriebsunternehmen machen durch vielfältige Unterstützungsmaßnahmen und kostenlose Trainings den Einstieg in die Selbständigkeit besonders leicht.

6. Über 224.000 Vertriebspartnerinnen und Vertriebspartner sind im Direktvertrieb tätig.

Über 224.000 Vertriebspartner sind für die BDD-Mitgliedsunternehmen aktiv. Dies sind mehr Menschen, als in der Stadt Lübeck leben. 

7. 96 Prozent der Vertriebspartnerinnen und Vertriebspartner sind nebenberuflich tätig.

Die meisten Vertriebspartnerinnen und Vertriebspartner arbeiten im Nebenerwerb. Dies kann ein klassischer Zuverdienst zu einer anderen Tätigkeit sein, oder der alleinige Verdienst, wenn man aus privaten Gründen keine hauptberufliche Arbeit ausüben kann.   

8. 22 Prozent der Bestellungen folgen aufgrund eines angekündigten Vertreterbesuchs.

Der Anteil der Bestellungen nach einem vorab vereinbarten Vertreterbesuch beträgt 22 Prozent. Kunden wünschen eine individuelle Beratung, möchten jedoch selber bestimmen wann der Vertreter zu ihnen nach Hause kommt.

9. 72 Prozent der Vertriebspartner im Direktvertrieb sind Frauen.

Damit ist der Frauenanteil bei den im BDD organisierten Direktvertriebsunternehmen deutlich höher als in anderen Branchen (Durchschnitt 41 Prozent). Nicht zuletzt bietet der Direktvertrieb durch seine flexiblen Arbeitszeiten Karrierechancen für Frauen. Von den über 8.000 Führungskräften im Direktvertrieb sind 83,5 Prozent weiblich. Laut einer Umfrage des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) ist für weibliches Führungspersonal ein flexibles Arbeitszeitmodell gar das wichtigste Kriterium bei der Wahl eines Arbeitgebers.

10. Direktvertriebsunternehmen investieren besonders stark in Beratung und Service.

Während klassische Einzelhandelsunternehmen oftmals Millionenbeträge für Anzeigen, Fernseh- oder Radiowerbung ausgeben, verzichten die meisten Direktvertriebsunternehmen fast vollständig auf solche Marketingmaßnahmen. Sie verlassen sich vielmehr darauf, dass die hohe Qualität der Produkte und damit die Kundenzufriedenheit für sich sprechen. Das so eingesparte Werbebudget investieren Direktvertriebsunternehmen in die Qualität der Kundenberatung. Produkte können so von Verbrauchern mehrere Stunden getestet und von den Außendienstmitarbeitern umfassend erklärt werden. Darüber hinaus schützen die Mitgliedsunternehmen des BDD aufgrund der BDD-Verhaltensstandards die Kunden über das gesetzliche Maß hinaus. 

* BDD, September 2017. Die Angaben betreffen das Jahr 2016 und basieren auf einer Umfrage unter den BDD-Mitgliedsunternehmen, die Anfang 2017 durchgeführt wurde.